Plattform Umwelttechnik – ein starkes Netzwerk für die Umwelt

Projekte

Kommunikative, organisatorische, technische und wirtschaftliche Problemlösungen bei der Verwer-tung biologischer Abfälle , Baden-Württemberg/Ungarn

Das ungarische Abfallwirtschaftsgesetz von 2012 bestimmt die Abfallwirtschaftsziele und allgemeinen Prinzipien, die auf einen schonenden Umgang und eine nachhaltige Verwendung der Naturressourcen abzielen.

Ein großer Anteil (etwa 30%) der in Ungarn jährlich produzierten ca. 3 Millionen Tonnen festen Siedlungsabfälle besteht aus biologisch abbaubarem organischem Material, das kompostiert und durch stoffliche Verwertung der Natur zurückgegeben werden kann.

Die Beteiligten in der ungarischen Abfallwirtschaft sind bestrebt, mit moderner Infrastruktur die Bevölkerung dazu anzuhalten, die Grünabfälle getrennt zu sammeln.

Obwohl getrennt gesammelt, enthält der Grünabfall Fremdstoffe, die einer uneingeschränkten Verwertung entgegenstehen. Diese Störstoffe bauen sich im Kompostierungsprozess nicht ab. In den aus der öffentlichen Sammlung stammenden Grünabfälle sind die verschiedenen Verpackungsmaterialien (z.B. Glas, Plastik und Metall) am häufigsten.

Die Bevölkerung stellt den Grünabfall oft in nur schwer abbaubaren Plastiksäcken bereit, anstatt die speziell für diesen Zweck angebotenen Grünabfallsäcke zu benutzen.

Die Grünabfälle werden in Ungarn nach dem Stand der Technik kompostiert. Allerdings stellt die Elimination der Fremdstoffe im Grüngut und somit auch im Kompost ein großes Problem dar. Mit den angewandten Maschinen und Methoden kann das Problem nicht befriedigend gelöst werden.

Der Betrieb des ganzen Systems geht mit hohen Kosten einher. Die Qualität des Kompostes ist wegen der vielen Fremdstoffe niedrig. Der mit Fremdstoffen verschmutzte Kompost kann nicht verwertet werden, und landet als Abdeckmaterial auf den Deponien. Die Verwertung der organischen Abfälle kann auf diese Weise zur Verminderung der Deponierungskosten der Abfälle und zum Umweltschutz nicht beitragen.

Unter Umweltschutzaspekten ist die Rückführung der organischen Abfälle in den natürlichen Kreislauf erforderlich. Das Land Baden-Württemberg und Ungarn möchten durch ihre Zusammenarbeit dieses Problem gemeinsam lösen.

Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Suche nach einer praktikablen Lösung für die beschriebenen Schwierigkeiten in Bezug auf die Abtrennung und Beseitigung der Fremdstoffe aus dem Kompost. Dazu sollen in Miskolc – und nachgelagert in ganz Ungarn – technische und organisatorische Qualitätsverbesserungsmaßnahmen eingeführt werden. Außerdem wird dies mit der Erarbeitung und Definition von geeigneten Maßnahmen im kommunikativen Bereich zur Verbesserung der täglichen (Öffentlichkeits-)Arbeit der Betreiber von Kompostierungsanlagen beitragen.

Der fachliche Dialog kann dazu beitragen, dass der Kompost zukünftig eine bessere Qualität aufweist und in größeren Mengen einer gartenbaulichen oder landwirtschaftlichen Verwertung zugeführt werden kann.

Nachhaltige Internationalisierungsstrategie der PU

Die PU unterstützt ihre Mitglieder, baden-württembergische Umwelttechnologie auf den internationalen Märkten in die Anwendung zu bringen.

Entwicklungen wie Klimawandel, Digitalisierung oder demographischer Wandel verändern internationale Märkte bereits seit Jahrzehnten kontinuierlich. Diese Trends, aber auch die Stärke Baden-Württembergs im Umwelttechnik- und Energiesektor waren Anlass für die Gründung der PU im Jahr 1996. Seitdem widmet sich PU der Internationalisierung der Umwelttechnik aus Baden-Württemberg und unterstützt insbesondere kleine und kleinste Unternehmen.

Um den Entwicklungen auf den Weltmärkten Rechnung zu tragen und um die Angebote der PU für ihre Mitglieder weiterhin aktuell und praxisorientiert zu gestalten, wurde gemeinsam mit den Mitgliedern sowie mit Unterstützung der ClusterAgentur Baden-Württemberg (CABW) und Baden-Württemberg International (bw-i) eine neue Internationalisierungsstrategie entwickelt. So war es möglich, eine neue Strategie auf die Bedarfe der Mitglieder abzustimmen, so dass sie auch von ihnen getragen wird.

Anhand von zu Beginn definierten Kriterien wurde mit Hilfe von bw-i eine Bewertungsmatrix erstellt.

Dabei hat sich gezeigt, dass die Länder Ungarn und Rumänien final als Zielländer festgelegt werden konnten.

Für alle weiterführenden Informationen steht Ihnen das Netzwerkmanagement gerne zur Verfügung.

Interessierte Partner für unser innovatives Kooperationsprojekt gesucht: „iLutec – Innovative Lufttechnik in der Gießerei“

Das Kooperations-Netzwerk „iLutec – Innovative Lufttechnik in der Gießerei“ entwickelt energieeffiziente Luft- und Entstaubungssysteme. Diese Systeme orientieren sich an ökologischen Gesichtspunkten; sie berücksichtigen individuelle Anforderungen der jeweils integrierten Bereiche in einer Gießerei.

Technisches Ziel des Projekts ist es nun, die Außenluft durch Wärmerückgewinnungs-Systeme energetisch optimiert zuzuführen. Weiterhin soll die Feinstaub-Emission durch den Einsatz neuester Filtertechnologien erheblich reduziert werden.

Dafür werden höchstabscheidende Filtermedien und intelligente, produktions-integrierte Lösungen nach Baukastensystem entwickelt.

Das ZIM-Kooperationsnetzwerk iLutec strebt eine Förderung durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie an. iLutec besteht derzeit aus fünf kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Aktuell suchen wir noch weitere, am iLutec-Projekt interessierte Partnern. Hierfür kommen Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten in Frage, deren Jahresumsatz unter 50 Mio. Euro liegt oder deren Jahresbilanzsumme höchstens 43 Mio. Euro beträgt.

Für jedes Unternehmen werden Projektkosten von bis zu 380.000 Euro gefördert. Diese können je nach Unternehmensgröße und Bundesland mit bis zu 5 % der Projektkosten bezuschusst werden, d.h. die Unternehmen können pro Projekt bis zu 190.000 Euro als nicht-rückzahlbaren Zuschuss bekommen.

Gefördert werden die im Netzwerk generierten Projekte der Unternehmen und das Netzwerkmanagement. Für jeden Netzwerkpartner beträgt der Eigenanteil (bei acht Netzwerkpartnern) max. 12.000 Euro für 3 Jahre. Im ersten Jahr wird u.a. das Kooperationsnetzwerk in der Öffentlichkeit etabliert und jedes Projekt der Netzwerkpartner in Rahmen einer Technologischen Roadmap skizziert. Für jeden Netzwerkpartner (bei einem Kooperationsnetzwerk mit acht Netzwerkpartnern) liegt der Eigenanteil bei ca. 2.000 Euro im ersten, ca. 5.500 Euro im zweiten und ca. 4.500 Euro im dritten Jahr. Dabei wird die konkrete Umsetzung jedes Projektes im zweiten und dritten Jahr mit bis zu 190.000 Euro nicht-rückzahlbarem Zuschuss gefördert.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn wir Sie als Partner für unser Kooperations-Netzwerk gewinnen könnten und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme mit uns unter pu@lvi.de!

Start der Ausschreibungsphase des Wettbewerbs um den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg 2015

Mit dieser Pressemitteilung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg beginnt die Ausschreibungsphase des Wettbewerbs um den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg – Dr.-Rudolf-Eberle-Preis – 2015.

Mit dem Preis sollen kleine und mittlere Unternehmen für ihre herausragenden Leistungen bei der Entwicklung neuer Produkte, technischer Verfahren oder technologischer Dienstleistungen bzw. bei der Anwendung moderner Technologien in Produkten, Produktion oder Dienstleistungen ausgezeichnet werden.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, die

  • ihren Firmensitz in Baden-Württemberg haben und
  • mit nicht mehr als 500 Beschäftigten
  • eine Jahresumsatz von bis zu 100 Mio. Euro erzielen.

Die Bewerbungen werden von einem hochkarätigen Preiskomitee nach folgenden Kriterien bewertet:

  • technischer Fortschritt
  • besondere unternehmerische Leistung
  • nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg

Alle drei Kriterien müssen erfüllt sein.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Für den renommierten Innovationspreis stellt das Land Baden-Württemberg ein Preisgeld von insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus lobt die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH im Rahmen des Innovationspreiswettbewerbs einen Sonderpreis in Höhe von 7.500 Euro aus, der sich gezielt an junge Unternehmen richtet.

Bewerbungen um den Landesinnovationspreis 2015 können bis 31. Mai 2015 eingereicht werden.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Baumgärtner (Tel.: 0711/123-2602, mailto:guenter.baumgaertner@rps.bwl.de) beim Regierungspräsidium Stuttgart – Informationszentrum Patente jederzeit gerne zur Verfügung.

TCC Danubius

PU möchte hiermit baden-württembergische Firmen im Abwasserbereich auf das gemeinnützige, neue Unternehmen TCC Danubius, Ulm, aufmerksam zu machen.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat ein Projekt von TCC Danubius, gefördert und möchte gern unter Mithilfe der PU erreichen, dass auch baden-württembergische Unternehmen von dem für die Umwelt und die deutsche Wirtschaft erfolgversprechenden Ansatz profitieren können.

Ansprechpartnerin:

Frau Carmen Hawkins
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
Referat 14 Europa, Internationale Zusammenarbeit
Kernerplatz 9, 70182 Stuttgart
Telefon:     +49 711 126-2663
E-Mail:       carmen.hawkins@um.bwl.de

Klärschlammverbrennungsanlage in Eger, Ungarn, im Rahmen der EU-Donaurumstrategie des Landes Baden-Württemberg

Das Projekt „Kommunale Klärschlammentsorgung Projekt EGER, Ungarn“ entstand aus einer Zusammenarbeit der Plattform Umwelttechnik e.V. mit dem ungarischen Unternehmer, Herrn Morvai. Dabei geht es um eine Klärschlammverbrennungsanlage, durch die direkt an Kläranlagen nasse Klärschlamme verbrannt und damit Strom und Wärme erzeugt werden können. Die Anlage arbeitet derzeit in Abstimmung mit den ungarischen Behörden im erweiterten Probebetrieb zur Optimierung. Nun soll die Plausibilisierung der Anlagentechnologie durch die Universität Stuttgart erfolgen.

Der PU wurden Mittel zur Finanzierung von Abgasmessungen durch die Universität Stuttgart, Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft, in Kooperation mit der Universität Budapest bewilligt. Durch die Ausführung der Abgasmessungen soll dem Projekt zur Marktreife verholfen werden, indem die Einhaltung von EU-Normen bestätigt werden.

  • Die besondere Nachhaltigkeit des Projektes ergibt sich aus: Kurze Transportwege zur regionalen Verwertungsstelle, dadurch geringere CO2-Belastung
  • Abwärme Nutzung zur emissionsarmen und energieeffizienten Volltrocknung des Klärschlamms
  • Nutzung thermischer Energie für verschiedene Prozesse (intern und extern)
  • Lieferung von CO2-neutraler thermischer und elektrischer Energie mit Substitution fossiler Primärenergieträger
  • Durch die thermische Verwertung ist bei den Klärwerksbetreibern keine Investition für Hygienisierungs-Maßnahmen erforderlich.

Ansprechpartner:

Michael Auer
Vorsitzender der Plattform Umwelttechnik e.V.

Gerhard-Koch-Str. 2-4
73760 Ostfildern

Tel.: 0711/327325-33, Fax: 0711/327325-69
mailto:pu@lvi.de, http://www.pu-bw-de

Bietergemeinschaft für eine Kläranlage in Fuxin, China

Netzwerk für Ressourceneffizienz “Ecofit“ in Suzhou, Provinz Jiangsu, China

Kooperation zwischen LVI und dem Umwelttechnik-Zentrum in Suzhou, Provinz Jiangsu, China

Kooperationspartner für die Umsetzung der Donau-Strategie

Netzwerk Ressourcen- und Energieeffizienz (REEF) in Santa Catarina und Paraná, Brasilien

Aufbau eines Netzwerks in Mexiko gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung

Implementierung eines Umwelttechnik-Netzwerks in Kasachstan

Unterstützung beim Aufbau eines Umwelttechnik-Netzwerks in der Türkei und Beteiligung am EU-Projekt EPESUS