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Open Innovation Kongress Baden-Württemberg 2019

Am 11. März fand im Haus der Wirtschaft, Stuttgart, zum wiederholten Mal der Open Innovation Kongress Baden-Württemberg statt, an dem auch das Netzwerkmanagement der PU teilgenommen hat. Diese ganztägige Veranstaltung gab interessante Einblicke in die Innovationskultur der baden-württembergischen Wirtschaft im Wandel der digitalen Zeiten.

In ihrer Eröffnungs- und Begrüßungsrede wies die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, darauf hin, dass der Vorsprung der Innovationsfähigkeit des Landes nur gehalten werden könne, indem Innovations- und Ideenmanagement neu gedacht und der Erfolgsfaktor Kreativität im digitalen Wandel betrachtet werde. (Pressemitteilung)

Frau Dr. Petra Püchner (Europabeauftragte der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg und Leiterin Steinbeis-Europa-Zentrum) gab ein paar wichtige Tipps zum Förderprogramm Horizon Europe nach 2020. Zukünftig werden neben der finanziellen Förderung von Innovationen vor allem disruptive, neue Technologien und Konzepte im Fokus stehen.

Unternehmen, die bereits Ideen haben und beabsichtigen, Förderanträge im Rahmen des Programms Horizon Europe zu stellen, sind aufgerufen, sich mit dem Steinbeis-Europa-Zentrum in Verbindung zu setzen zwecks Prüfung der Förderfähigkeit.

Nach einigen praktischen Beispielen aus Unternehmen diskutierten sieben Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft darüber, wie „Open Innovation – OI“ praktiziert werden kann. Als wichtige Faktoren wurde dabei herausgestellt:

  • Die Unternehmen müssen sich für die Suche nach Lösungsansätzen immer mehr öffnen für Kooperationen und erforderliche Entwicklungen.
  • OI-Gruppen müssen sehr heterogen sein, um Ergebnisse erlangen zu können (über den Tellerrand hinausschauen).
  • Ein Zusammenschluss von großen und kleinen Unternehmen ist dabei genauso wichtig wie der mit Wettbewerbern, wobei der Sicherheitsaspekt allerdings ebenfalls beachtet werden muss.
  • Beim „Vordenken“ einer OI müssen von Anfang an Rechtsbeistand (Datenschutz, Vertraulichkeitsvereinbarungen für Ideengenerierungen) und auch Arbeitnehmervertretungen mit „im Boot“ sein.
  • Geeignete Gruppen, die für OI einbezogen werden können, sind: wissenschaftliche Einrichtungen, Lieferanten, Endkunden, Studenten, Start-Ups, etc.

In Baden-Württemberg sind bereits diverse Plattformen tätig, die sich gezielt mit OI beschäftigen wie bspw. „ARENA2036“ und die bei der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart platzierte Unternehmensübergreifende Ideenplattform der „Zukunftsinitiative Ideenmanagement“. Bei Interesse dazu können Sie sich sehr gern mit Herrn Dr. Martin Zagermann (Leiter Geschäftsbereich Standortentwicklung II, Tel.: 0711/22835-53, Email: martin.zagermann@region-stuttgart.de) in Verbindung setzen.

Wenn Unternehmen erste Schritte in Richtung OI gehen möchten, sollten sie ggf. nicht „open“ starten und aus den dabei gemachten Erfahrungen lernen.

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